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9. Dezember 2011 / Wibos

Flo Mega – Zum Geburtstag alles Gute!


Am 2.12.11 war Bremens Soulburner Nr. 1 für eine Autogrammstunde in der Waterfront, direkt vor dem frisch eröffneten Media Markt. Ich nutzte die Gelegenheit und machte mich zusammen mit Frank Nesslage auf den Weg, um Flo Mega zu treffen.

Am 2.12.2011, Waterfront Bremen

Flo Mega; Foto: Frank Nesslage (nessipictures.com)

In der Erwartung eine große Menschentraube oder immerhin eine anstehende Schlange am Autogrammtisch zu treffen, fanden wir uns zusammen mit anderen Pressevertretern, PR-Leuten und vorbeischlendernden Menschen im Eingangsfoyer der Waterfront ein. Stimmung? Entspannt. Das Echo auf den Autogramm-Termin des BuViSoC-Zweiten war ein gespaltenes. Die einen kannten ihn nicht, den anderen kam Flo Mega irgendwie bekannt vor, wussten ihn aber überhaupt nicht einzuordnen und wieder andere erkannten ihn und freuten sich über die unverhoffte Möglichkeit zum “Star-Talk”. So spielten sich teilweise skurile und missverständliche Szenen ab, eine Handvoll Halbstarker trat an den Tisch heran als ich gerade das Gespräch mit Flo Mega aufgenommen hatte. Einer von ihnen fragte: “Hast du nich auch den Raab geschlagen?” woraufhin Flo nach kurzem Verharren in einer Fragezeichen Aura: “warum sollte ich den schlagen? Der hat mir doch nichts getan?” Daraufhin stammelte der halbstarke Teenager, noch einen Erklärungsversuch heraus, woraufhin klar wurde, dass er die ProSieben Show “Schlag den Raab” meinte und da wohl etwas durcheinander gebracht hatte. Der dabeistehende Security-Mensch verwies auf das aktuelle Flo Mega Album und meinte noch: “Geht euch das mal kaufen”, woraufhin die halbstarken abrauschten und ich zurück ins Gespräch suchte.

Die Letzten werden die Ersten sein

Auf die Frage, was Flo denn davon halte, dass die Menschen ihn mit Max Mutzke oder Jan Delay verglichen und in eine Schublade steckten, erwiderte er: “Ach, die Leute brauchen das eben, ich mach einfach mein Ding, ich kann auch gar nicht so gut singen wie Max Mutzke, der kommt viel höher in den Tönen. Ich bin eigentlich mehr so der Shouter”. Flo Mega machte einen erfrischend authentischen Eindruck, wir führten unser Gespräch bei einer Zigarette vor der Tür fort, zusammen mit Frank Nesslage und Flos Manager Bjearn Rausch. Letzterer kommt übrigens aus Delmenhorst, er ging mit Sarah Connor in die selbe Klasse. Das Gespräch lenkte aber wieder auf Flo zurück. Der gebürtige Bremer erzählte von den unbedarften Anfängen, als es nur um den Spaß an der Sache ging, über Musik, Hip Hop Jams und wie sich alles verändert. Er ist froh, den Durchbruch geschafft zu haben und auch endlich mal Kohle zu verdienen. Es beruhige, gebe Sicherheit, endlich mal einfach was kaufen zu können. “Ich hab auch schon echt ganz andere Zeiten hinter mir, wo ich wirklich kaum Geld hatte. Ich hab zum Beispiel eine Zeitlang in der Küche im Schlachthof gearbeitet, damals hab ich immer Jörg (Jörg Lochmon, Geschäftsführer „Alter Schlachthof“ in Bremen A. d. Autors) vollgelabert, was ich alles machen will. Der hat mir dann immer versucht das mit der Musik auszureden”, sagt Flo lächelnd. Florian Bosum heißt er eigentlich. Der ursprüngliche Künstlername Flomega geht aus der Kombination Flo (Florian) und Omega hervor, dem letzten Buchstaben im griechischen Alphabet. Eine Metapher auf das Credo, “Die letzten werden die ersten sein”. Am Samstag gab er seinen ersten Gig nach der Deutschland-Tour anlässlich des 25. Geburtstatges von Radio Bremen 4 im Pier 2. Er gab ein klares Bekenntnis zu Bremen ab, er wolle hier alt werden, aber vorher noch die Welt sehen. Am 7. Dezember ist er 32 geworden, alles gute Flomega.

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